[Anleitung] Nadelmanufaktur: Schaltknauf-Schutzüberzug gehäkelt

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So ein Schaltknauf kann im Winter ganz schön kalt sein, vor allem, wenn wie bei diesem Schmuckstück Metall eingelassen ist. Folgend deshalb eine Anleitung zum Häkeln eines Schutzüberzuges.

Verwendetes Material:
Nadel mit Stärke 2,5
Strumpf- und Sportwolle, Lauflänge 210m / 50g (Empfehlung Nadel 2-3)
Stick- oder Stopfnadel zum Vernähen

Anleitung:
Ich habe mit einem Magic Ring und sechs festen Maschen hinein angefangen, das ist bei mir Runde Null. (Um das Bild zu verbessern, arbeite ich jede Runde abgeschlossen, also mit Steigeluftmasche am Anfang und Kettmasche zum Schluss.) Folgend habe ich jede Runde zugenommen. Rezept: Runde x = Zunahme in Masche x
Das habe ich solange gemacht, bis der entstehende Kreis den Metallkreis überdeckt hat (bei mir achte Masche verdoppelt), also quasi solange, bis der Knauf stark abfällt abzüglich einer Runde.
Danach habe ich eine Runde halbe Stäbchen gehäkelt. Sie sind die Basis für die folgenden Runden mit ganzen Stäbchen, gearbeitet als Reliefstäbchen. Also abwechselnd von vorne und von hinten gearbeitet. (Ich beginne dann immer mit einem Reliefstäbchen vorne, damit der Rundenabschluss in einem Stäbchen hinten endet und nicht so auffällt.) Die Runden häkelt man auch hier solange, bis die untere Kante des Knaufs erreicht ist abzüglich einer Runde. Da darf beim Maß nehmen ruhig ein bisschen gespannt werden.

Ab da machte ich keine geschlossenen Runden mehr, ich wollte ja, dass der Knauf im Sommer auch wieder abnehmbar ist. 🙂

Erstmal begann ich wieder mit halben Stäbchen glatt ohne Relief (erstes Löchlein am Fuße der Steigeluftmasche ausgelassen), aber nahm schon wieder ab. Dazu habe ich mich anfänglich des Rhythmus des Kreises bedient (war bei mir die achte Masche).
Arbeit wenden und das Spiel wieder zurück. Die Abnahme habe ich jedoch um zwei Maschen verschoben (statt um eins), damit es schön stramm sitzt. Insgesamt vier Mal, da habe ich in jeder zweiten Masche abgenommen. (Hängt davon ab, wie viel Platz für den Stiel noch gebraucht wird.)
Mit halben Stäbchen ist das Abnehmen schwer, ich habe mich deshalb der unsichtbaren Abnahme bedient, beim Wenden muss man nur aufpassen, die andere Seite zu nehmen.
Abschließend verstechen und der Überzug ist fertig.

Zum Schluss machte ich noch eine Luftmaschenkette als Kordel und zog sie rundherum durch jede zweite Masche, damit man noch zuziehen und -binden kann. Knoten an die Enden, damit sie nicht herausrutschen kann – fertig!

Ich hoffe, das hilft. Wenn es zur Anleitung Verbesserungsvorschläge gibt oder Dinge unklar sind, dann her damit. 🙂

Ist natürlich zur für den Privatgebrauch bestimmt, kommerzielle Nutzung ausgeschlossen. Wer einen verschenkt: Ein Hinweis auf den Blog und den Autor wäre nett.

Erklärung der unsichtbaren Abnahme (ist auch praktisch für Amigurumis): „unsichtbare Abnahme“ von Woolpedia (ist für ganze Stäbchen erklärt, einfach gleich alle drei Schlaufen durchziehen)

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