Die zweite Chance – oder: warum manche Leute keine verdienen

Das Leben lehrt uns das jeden Tag: Wer das Vertrauen eines Freundes missbraucht oder die Eltern enttäuscht – jeder hat sie schon einmal bekommen: Die zweite Chance. Die Chance, einen neuen Versuch zu starten und es besser zu machen.

Als ich meine zweite Chance bekam, nachdem ich meinen besten Freund schwer enttäuscht hatte, wusste ich genau, was zu tun ist: Anstrengen und hundertzehn Prozent geben, um die Freundschaft zu retten. Nicht duckmäusern, aber dem anderen zeigen, dass einem wirklich etwas an dem anderen liegt.

Leider gibt es auch andere Leute… Die, von denen dir deine Eltern sagen, dass sie Idioten sind und dir immer zitieren „Zeig‘ mir deine Freunde und ich sag‘ dir, wer du bist“. Solche, von denen dir deine engsten Freunde abraten. Ich habe bisher immer wieder feststellen müssen, dass man solchen Leuten keine zweite Chance geben sollte. Damit fällt man nur auf’s Gesicht.

Seien wir mal ehrlich: Wenn dich einer so richtig mies ausnutzt oder anlügt, dann gibt es da nichts mehr zu diskutieren. Auch nicht, wenn er es mit einem charmanten Lächeln und säuselnden Worten tut oder sich winselnd entschuldigt. Was hindert ihn daran, es wieder zu tun? Ausreden gibt es viele: Der Alkohol oder der Frust über den toten Hamster oder die gemeinen Mitschüler, wieso man einfach nicht anders kann?!

Es soll ja gelegentlich vorkommen, dass ich mich irre, aber lieber bin ich vorsichtig und verzichte auf eine weitere Kriegsverletzung. „Mache einen Fehler niemals zweimal“ liegt eben ziemlich nah bei „Jeder hat eine zweite Chance verdient“.

Oder?

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